GRÜNE besuchen Butzbacher Unternehmen: Nachfrage nach klimafreundlicher Technik lässt RUMO boomen

Zusammen mit der wirtschafts- und energiepolitischen Sprecherin der Landtagsfraktion, Kaya Kinkel, besuchten Wetterauer und Butzbacher GRÜNE die RUMO GmbH in Butzbach. Das Kerngeschäft des Umweltunternehmens ist die Installation von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und zunehmend Klimaanlagen. Die beiden Geschäftsführer, Freddy Mohr-Lamoth und Janis Mohr standen für einen intensiven Austausch zur Verfügung. Der drehte sich vor allem um die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, die Auswirkungen der aktuell auf Bundesebene in Abstimmung befindlichen Gesetzesverfahren sowie die bürokratischen Hemmnisse, die den Einbau klimafreundlicher Technik behindern.

Im Juni 2024 war Anna Lührmann, MdB und Landesvorsitzende von B90/Grüne in Hessen, zum Austausch bei RUMO. Die Fragestellung, was sich in der Zwischenzeit getan hat, stand somit im Mittelpunkt des Gespräches.

Das seit 2005 bestehende Unternehmen sieht sich nach wie vor einer anhaltend hohen Nachfrage gegenüber. Daran würden voraussichtlich auch die aktuellen Diskussionen um Einschränkungen durch das überarbeitete Erneuerbare-Energie-Gesetz und das neue Gebäudemodernisierungsgesetz nur vorübergehend etwas ändern. Die Geschäftsführer sind es inzwischen gewohnt, dass Änderungen der politischen Rahmenbedingungen für eine kurze Zeit Verunsicherung stiften und eine Nachfragedelle zur Folge haben. Das habe sich aber immer wieder ausgeglichen und bremste das insgesamt bei den Nutzerinnen und Nutzern steigende Interesse an klimafreundlicher Technik zum Glück nie wirklich.

Im Gegensatz zu den gefallenen Preisen bei Solarmodulen glaubt Freddy Mohr-Lamoth nicht an einen Preisverfall bei der Installation von Wärmepumpen. Hierzulande sei es wegen der vergleichsweise hohen Strompreise entscheidend, Wärmepumpe und Heizungssystem optimal aufeinander abzustimmen. Und das habe seinen Preis. Die Wärmepumpen installiert RUMO vor allem in Bestandsgebäuden, also Einfamilienhäusern. „Meist ältere Kundschaft“, hebt Mohr-Lamoth hervor. Werbung braucht das Unternehmen nicht zu machen. Alleine die Mund-zu-Mund-Propaganda im Bestandskundenkreis bringt die Kundschaft. Und auch die Auszubildenden. Im nächsten Monat fangen sechs Azubis bei RUMO an, so viele wie nie zuvor. Der Trend zu den Handwerksberufen ist unverkennbar. Ausbildung sei auch der einzig mögliche Weg, gutes Personal zu gewinnen. Der Markt für Fachkräfte im Heizungs- und Elektrobereich sei ansonsten leergefegt.

Kaya Kinkel wollte wissen, was sich die Geschäftsführer von der Politik wünschen. Janis Mohr musste nicht lange überlegen. Ihn ärgere, dass es zur Anmeldung von PV-Anlagen bei den unterschiedlichen Netzbetreibern keinen einheitlichen Prozess gebe. Durch einen einzigen schlanken, digitalen Prozess, der bei allen Netzbetreibern gleich sein sollte, könnten unnötige Arbeit, Ärger und Verzögerungen verhindert werden. Auch störe ihn, dass es keine Verlässlichkeit bei den Förderungen gebe. Schon öfters seien diese von jetzt auf gleich eingestellt worden. Hier lautet der Wunsch, dass Änderungen mit einer ausreichenden Vorlaufzeit erfolgen sollen. Zudem schaffe die Dauerdiskussion um ein mögliches Ende der Mehrwertsteuerbefreiung der Installation von PV-Anlagen Verunsicherung.

Trotz dieser Widrigkeiten und trotz Konkurrenz von deutschlandweit auftretenden Komplettanbietern sieht RUMO sehr optimistisch in die Zukunft. Die Leute wollen klimafreundlich heizen. Seine Kundinnen und Kunden wählten RUMO hierbei auch ganz bewusst als einen der führenden Anbieter vor Ort. Zudem spüren sie den Klimawandel und die Notwendigkeit der Klimaanpassung, was den Einbau von Klimaanlagen antreibt. RUMO weiß, wie das geht und steht deshalb sehr gut da.