Demokratie lebt von Toleranz GRÜNE unterstützen Christopher-Street-Day (CSD)

„Mit großer Sorge sehen wir, der Kreisverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Wetterau, dass die rechtsextreme Jugendorganisation Junge Nationalisten (JN) für den 23. August 2025 zu einer Demonstration unter dem Motto „Heimat, Familie & Nation statt CSD““ nach Friedberg (Hessen) mobilisiert. Dieser Aufruf ist aus unserer Sicht kein legitimer Beitrag zur politischen Meinungsvielfalt, sondern eine gezielte Provokation gegen die offene Gesellschaft – gegen queere Menschen, gegen demokratische Grundwerte und gegen das friedliche Miteinander in unserer Stadt, sagt Michaela Colletti, Co-Sprecherin der Kreisvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

„Die Gegenveranstaltung richtet sich bewusst gegen den CSD Wetterau, der am selben Tag in Friedberg stattfindet – ein Fest der Sichtbarkeit, Vielfalt und Solidarität. Während Menschen an diesem Tag friedlich für Selbstbestimmung, Respekt und Menschenwürde einstehen, versuchen rechtsextreme Kräfte, diesen Raum durch Einschüchterung und menschenfeindliche Rhetorik zu bedrängen,“ kommentiert der Bad Nauheimer GRÜNE Frederick Krupinski.

Auch in anderen Städten Deutschlands gab es schon solche von der NPD-Nachfolgepartei ‚Die Heimat‘ bzw. deren Jugendorganisation organisierten Aufmärsche. Die Sprache und Symbolik der Ankündigung sind eindeutig. Unter dem Deckmantel vermeintlich konservativer Begriffe wie „Heimat“ oder „Familie“ wird Hass geschürt – gegen queere Lebensrealitäten, gegen Gleichberechtigung, gegen Vielfalt. Der CSD wird nicht kritisiert, sondern zum Feindbild erklärt – als vermeintliche Bedrohung einer „gesunden nationalen Ordnung“. Das ist nichts anderes als die Fortsetzung eines völkisch-nationalistischen Weltbilds mit jugendpolitischen Mitteln, getarnt als „Widerstand“.

Auch der Co-Sprecher der Wetterauer GRÜNEN Thomas Zebunke verurteilt diesen Aufruf: „Wer die Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und allgemein von queeren Personen mit dem Untergang der Nation gleichsetzt, betreibt keine demokratische Auseinandersetzung, sondern gezielte Hetze. Wer Vielfalt zur Gefahr erklärt, verlässt den Boden eines respektvollen, demokratischen Miteinanders. Und wer versucht, ausgerechnet am Ort friedlichen Zusammenlebens eine Bühne für Intoleranz zu errichten, darf auf keinen Fall unwidersprochen bleiben.“

„Die Wetterau ist eine Region für alle – unabhängig von Herkunft, Identität oder sexueller Orientierung. Der CSD steht für Respekt, Würde und Menschenrechte. Wer sich diesem Zeichen der Offenheit entgegenstellt, stellt sich gegen das, was unsere Demokratie im Kern ausmacht: die Freiheit, verschieden zu sein – ohne Angst, ohne Ausgrenzung, ohne Gewalt. Es braucht Haltung, nicht Wegschauen. Es braucht Solidarität, nicht Schweigen, sagt Michaela Colletti und weiter; „Wir rufen gemeinsam mit anderen Demokrat*innen, Initiativen, Vereinen und politischen Akteuren dazu auf, sich dem geplanten rechten Aufmarsch friedlich, aber entschlossen entgegenzustellen und sich am ersten CSD in Friedberg zu beteiligen.“.