Der langjährige Kreistagsabgeordnete, Friedberger Stadtverordnete und Co-Kreisvorsitzende der GRÜNEN in der Wetterau, Thomas Zebunke, hat sich aus dem Kreistag zurückgezogen. In der vergangenen Plenarsitzung erklärte er, dass er sein Mandat nicht weiter ausüben werde. Er war seit 2017 Mitglied im Kreistag.
„Diese Entscheidung habe ich über Monate hinweg sorgfältig abgewogen. Im vergangenen Jahr mussten zahlreiche personelle Lücken gefüllt werden. Dann kam der vorgezogene und intensive Bundestagswahlkampf – ein ungünstiger Zeitpunkt für einen geordneten Rückzug“, so Thomas Zebunke. Der Hauptgrund für seinen Rücktritt seien jedoch berufliche Veränderungen, die zunehmend mehr Zeit in Anspruch nehmen, teilweise auch durch Auslandsaufenthalte. „Die Kombination aus Kreisvorsitz und zwei Mandaten ist für mich momentan zeitlich einfach nicht mehr leistbar“, erklärte er weiter.
Die GRÜNEN danken Thomas Zebunke für seinen langjährigen Einsatz. „Ob als Kandidat für das Landratsamt oder als Stimme gegen Rechtsextremismus – sein Engagement bereichert unsere Demokratie“, betont Co-Kreisvorsitzende Michaela Colletti
Wir sind froh, dass er uns als Co-Kreisvorsitzender und Stadtverordneter erhalten bleibt. Seine Expertise und seine Kontakte werden auch im Kommunalwahlkampf wertvoll sein.“
Sein Mandat übernimmt Esra Edel, ein erfahrener Kommunalpolitiker, der sich bereits als Co-Fraktionsvorsitzender erfolgreich in Bad Nauheim einbringt. Im letzten Bundestagswahlkampf kandidierte er für das Direktmandat in der Wetterau. Nun rückt er für Thomas Zebunke im Kreistag nach. Dazu sagt er: „Während des Wahlkampfes als Bundestags-Direktkandidat konnte ich viele Erfahrungen und Eindrücke in der Wetterau sammeln. Ich freue mich die erworbenen Erkenntnisse nun auch in meine politische Arbeit im Kreistag einfließen zu lassen.“
Michael Rückl, Co-Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Kreistag, zeigt sich überzeugt: „Esra Edel wird mit seinem Engagement und seiner Kompetenz eine wertvolle Bereicherung für die Fraktionsarbeit im letzten Jahr der Legislaturperiode sein.“
Für Thomas Zebunke selbst erleichtert Edels Nachfolge den Abschied: „Zu wissen, dass jemand wie Esra Edel nachrückt, hat mir die Entscheidung leichter gemacht. Mir war es immer wichtig, neue und vor allem jüngere Menschen für die Kommunalpolitik zu gewinnen.“
Zebunke hofft, dass sein Rücktritt auch eine Debatte anstößt: „Eine Mandatsausübung über fünf Jahre ist unter den aktuellen Bedingungen für Ehrenamtliche schwer zu stemmen. Ein ‚Mandat auf Zeit‘ oder die Möglichkeit einer ‚Auszeit vom Mandat‘ wären hilfreich, um den zeitlichen Herausforderungen besser entsprechen zu können.“