Wetteraukreis wieder Mitglied bei der Schutzgemeinschaft Vogelsberg

Wetterauer GRÜNE erfreut über den positiven Ausgang ihrer Initiative

Einem Antrag der GRÜNEN im Kreistag folgend ist der Wetteraukreis wieder Mitglied in der Schutzgemeinschaft Vogelsberg (SGV) geworden. Ein wichtiges Zeichen in Zeiten von zu wenig Niederschlag und der damit verbundenen Trockenheit im Wald und auf den Feldern. Damit unterstützt der Kreis wieder eine Organisation, deren Ziel die Schonung des Grundwassers und der Schutz wasserabhängiger Biotope ist. Dazu Marcus Stadler aus der Kreistagsfraktion: „Die Jahre 2018 und 2019 waren gekennzeichnet durch massive Folgen geringerer Niederschläge. Die zweite Heuernte entfiel in großen Teilen des Kreises und im Wald starben großflächig Nadelbäume ab, der Borkenkäfer tat dann das Übrige.“ Der ‚Wiederbeitritt‘ erfolgte durch Beschluss des mit der Entscheidung beauftragten Ausschusses für Regionalentwicklung, Umwelt und Wirtschaft.

SGV für den Schutz und die Erhaltung des natürlichen Wasserkreislaufes

 Die Schutzgemeinschaft wendet sich gegen den Raubbau am Grundwasser im Vogelsberg und setzt sich für eine umweltschonende Grundwassergewinnung ein. Sie propagiert die verstärkte Nutzung von Brauchwasser. Sie stellt die Frage, warum Vogelsberger Wasser als wertvolles Trinkwasser aufbereitet wird, um dann im Rhein-Main-Gebiet mit einem großen Anteil lediglich für die Toilettenspülung verwendet zu werden. Zahlreiche Städte, Kreise und Gemeinden sind Mitglied bei der SGV, jetzt auch wieder der Wetteraukreis.

Austritt vor neun Jahren mehr als umstritten

Der Austritt des Wetteraukreises aus der Schutzgemeinschaft im Jahr 2011 war auch innerhalb der damaligen Kreiskoalition aus SPD, GRÜNEN und FDP sehr umstritten. Der seinerzeitige Landrat Arnold (SPD) hatte in einer Einzelaktion diesen Austritt vollzogen und den Koalitionsausschuss im Nachhinein informiert. Er argumentierte, er habe im Rahmen der Konsolidierung der Kreisfinanzen alle Mitgliedschaften des Kreises, die nicht gesetzlich notwendig seien, beendet. Die GRÜNEN waren damit nicht einverstanden und brachten das auch öffentlich zum Ausdruck. Besonders pikant dabei ist, dass die jetzige Kreisspitze erklärt hat, der Austritt aus der SGV sei damals die einzige Kündigung im Umwelt- und Naturschutzbereich gewesen. Der stellvertretende Vorsitzende des Kreistages, Gerhard Salz, dazu: „Es war schon sehr unverschämt, den Koalitionspartner gleich zu Beginn der gemeinsamen Arbeit derart zu brüskieren. Wegen lausiger 150 € Jahresbeitrag. Der Austritt aus der SGV war von vorneherein eine vermeidbare Belastung der damaligen Koalition.“